Zusammenfassung
Am Ende der Heian-Zeit in Japan, als die Taira große Pracht erlebten, stand die Genji-Geschichte kurz vor dem Untergang. Auf der Gojo-Brücke in Kyoto stand der mächtige Mönchkrieger Benkei. Er hatte geschworen, eintausend Klingen zu sammeln, und hatte bereits 999 davon erlangt.
In diesem Moment ertönte der Klang einer Flöte, und ein junger Mann mit einer hervorragenden Klinge an der Hüfte erschien. Benkei sprach laut: „Mein sehnlichster Wunsch ist es, eintausend Klingen zu besitzen. Mit noch einer einzigen wird mein Wunsch erfüllt sein. Du trägst eine prachtvolle Klinge. Wenn du sie mir jetzt sofort gibst, werde ich dein Leben retten.“ Der junge Mann antwortete ruhig: „Es stimmt, dass du 999 Klingen gesammelt hast. Was du jedoch tust, ist Diebstahl.“
Benkei wurde wütend und rief: „Schweig! Ich werde sie dir mit Gewalt nehmen!“ Doch der junge Mann antwortete ohne Angst: „Wenn du kannst, versuche es.“ Benkei schwang seine Naginata, aber der junge Mann wich geschickt aus. „Wo bist du hin?“ rief Benkei, und der junge Mann antwortete von hinten: „Hier bin ich, Meister.“
Als Benkei erneut zuschlug, sprang der junge Mann mit Leichtigkeit hoch und schlug schließlich Benkeis Naginata zu Boden. „Hast du jetzt verstanden, dass man meine Klinge nicht so leicht entwenden kann?“ sagte der junge Mann stolz. Benkei erkannte seine Niederlage an und sagte: „Ich gebe auf. Ich sehe, dass du ein bekannter Mann in diesem Gebiet bist. Bitte, teile mir deinen Namen mit.“
„Ich heiße Ushiwaka. Mein Vater, Minamoto no Yoshitomo, war Anführer der Genji, aber er wurde im Heiji-Aufstand vernichtet. Ich möchte eines Tages die Taira besiegen, aber ich brauche Gefolgsleute. Ich möchte, dass du mein Gefolgsmann wirst.“ Die Worte des jungen Mannes beeindruckten Benkei. „Dann will ich es gerne annehmen.“
So kam es zur Begegnung zwischen Ushiwaka und Benkei, und er wird später als Yoshitsune berühmt. Yoshitsune vereinigte sich mit seinem Bruder Yoritomo und stellte sich der Herausforderung, die Taira zu besiegen, aber nach dem Kampf nahm sein Schicksal eine dunkle Wendung. Er litt unter dem Verdacht seines Bruders und wurde schließlich zum Selbstmord getrieben. Doch auch heute wird Yoshitsune als Held verehrt und von vielen geliebt. Seine Tragödie ist tief im Herzen der Japaner verwurzelt.
















































