Zusammenfassung
Vor langer Zeit lebte in Adachigahara, im Nordosten, eine alte Hexe, die angeblich Reisende fraß. Eines Nachts kam ein müder Mönch durch diese Ebene und fand eine kleine Hütte.
„Entschuldigen Sie die Störung in der Nacht. Kann ich hier übernachten?“ bat der Mönch die alte Frau in der Hütte.
„Es tut mir leid, aber hier gibt es nicht einmal anständige Futons. Ich kann Sie nicht unterbringen,“ antwortete die Frau mit einem Lächeln.
„Ich mache mir keine Sorgen um Futons; es reicht, wenn ich mich vor der Kälte schützen kann,“ sagte der Mönch, und die alte Frau stimmte zu.
„Dann bitte, treten Sie ein.“ Der Mönch hatte Platz genommen und konnte sich am offenen Feuer wärmen.
„Haben Sie schon zu Abend gegessen?“ fragte die alte Frau.
„Nein, noch nicht. Ich habe unbändigen Hunger,“ antwortete der Mönch, und die alte Frau sagte: „Dann werde ich etwas für Sie zubereiten. Warten Sie bitte.“
Nach eine Weile unterhielten sich die beiden fröhlich, doch als das Holz zur Neige ging, sagte die alte Frau: „Ich gehe Holz holen, aber warten Sie bitte. Schauen Sie jedoch nicht in den Raum hinten. Unter keinen Umständen!“
„Verstanden, ich werde nicht schauen,“ versprach der Mönch, doch als die alte Frau ging, überkam ihn die Neugier.
„Je mehr man sagt, man solle nicht schauen, desto mehr möchte man es tun,“ entschied der Mönch und stand auf, um in den hinteren Raum zu spähn.
Als er die Tür öffnete, schlug ihm der Geruch von Blut entgegen, und vor ihm lag ein Haufen Leichen. „Das ist das Haus der alten Hexe!“ zitterte der Mönch vor Angst und rannte hastig aus dem Haus.
„Hey! Lauf nicht weg!“ rief die alte Hexe. „Warum hast du dein Versprechen gebrochen!“
„Helft mir!“ rief der Mönch und rannte verzweifelt weiter. „Namu Amida Butsu...“
Als der Morgen kam, wurde die Hexe durch das Licht des Tages beeinflusst und verschwand. „Gott sei Dank, ich bin gerettet! Namu Amida Butsu...“ Erleichtert machte sich der Mönch erneut auf seine Pilgerreise.
















































