Zusammenfassung
Es war einmal, zur Zeit eines bestimmten Kaisers, als die Flutgefahr aufkam und der Yodogawa anstieg, was dazu führte, dass viele Häuser in der Umgebung weggeschwemmt wurden. Zur gleichen Zeit lebte ein Mönch, der einen fünf oder sechs Jahre alten, blassen und intelligenten Jungen hatte, den er sehr liebte und den er nie aus den Augen ließ. Das Haus dieses Mönchs wurde ebenfalls von der Flut fortgerissen. Während er in Panik und Schrecken war, vergaß er, dass seine alte Mutter im Haus war, und auch seinen geliebten Sohn. In der Zwischenzeit wurde das Kind weggeschwemmt, und die alte Mutter trieb einige Straßen weiter, schwebte auf und ab.
Der Mönch sah, wie ein blasser Junge vor ihm vorbeischwamm, und dachte: „Das muss mein Kind sein.“ Er schwamm aufgeregt näher und stellte erfreut fest, dass es tatsächlich sein Sohn war. Überglücklich griff er mit einer Hand nach dem Kind und schwamm mit der anderen Hand, zum Ufer zu gelangen. In diesem Moment sah er jedoch seine Mutter, die am Ertrinken war und weggeschwemmt wurde. Da ihm in der Eile keine Möglichkeit blieb, beide zu retten, dachte der Mönch: „Wenn ich nur das Leben rette, kann ich ein weiteres Kind zeugen. Wenn ich mich jetzt von meiner Mutter trenne, kann ich sie nie wiedersehen.“ Er ließ die Hand seines Kindes los und schwamm zu seiner Mutter, um sie zu retten und ans Ufer zu bringen.
Die alte Mutter trank viel Wasser, aber er konnte sie pflegen und retten. Da kam die Frau des Mönchs herangerannt und klagte: „Was hast du getan? Auch wenn es zwei Augen gibt, du hast dein einziges, kostbares Kind, das wie ein Schatz für dich ist, in den Tod geschickt, um eine alte Frau zu retten, die wie ein verdorrter Baum ist und jederzeit sterben kann. Was denkst du dir dabei?“ Sie weinte und schrie voller Kummer.
Der Mönch beruhigte sie: „Das ist zwar logisch, aber du sagst, dass sie morgen auch sterben könnte, aber eine Mutter ist durch kein Kind zu ersetzen. Wenn ich lebe, kann ich ein weiteres Kind zeugen. Du solltest dich nicht so sehr beklagen.“ Doch das Herz der Mutter konnte nicht beruhigt werden, und sie schrie laut. Währenddessen, als der Mönch seine alte Mutter rettete, scheint es, als hätte der Buddha dies wohlgefällig betrachtet, denn das Kind wurde von anderen am Ufer gerettet, und die Eltern und das Kind jubelten sich unendlich zu.
In dieser Nacht erschien ein unbekannter, edler Mönch im Traum des Mönchs und lobte ihn mit den Worten: „Dein Tugend und deine Absicht sind von großem Wert.“ Daraufhin wachte er auf.
Ursprung: Aus der Sammlung „Konjaku Monogatari“.
















































