Ageman Bosatsu

2024/11/19

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Zusammenfassung

Es war einmal ein junger Mann, der von einem glücklichen Leben mit seiner Verlobten träumte. Doch als sie plötzlich starb, verlor er seinen seelischen Halt und wanderte umher, bis er in einer alten Hütte im Gebirge lebte. Jeden Tag faltete er die Hände vor dem Bodhisattva, aber die Gedanken an seine verstorbene Verlobte ließen ihn nicht los.

Eines Tages traf er während seiner Almosenannahme eine schöne Wirtin. Sie sah seiner Verlobten zum Verwechseln ähnlich, und er dachte: „Das ist die Reinkarnation von ihr!“ Die Wirtin sagte: „Letztes Jahr habe ich meinen Mann verloren und kümmere mich alleine um die Herberge.“ Der junge Mönch verlor sein Herz an die Wirtin. Er bat um Unterkunft und schlüpfte nachts heimlich in ihr Futon.

„Was machst du da?“ rief die Wirtin, als sie aufwachte. Der Mönch antwortete verlegen: „Ich habe mich in dich verliebt, als ich dich zum ersten Mal sah.“ Die Wirtin sagte kühl: „Dass ein Mönch so etwas macht. Hast du ein klares Ziel?“

Der Mönch war unsicher: „Ich habe die Sutras noch nicht vollständig auswendig gelernt.“ Die Wirtin schlug vor: „Geh zurück auf den Berg, lerne die Sutras auswendig und komme dann hierher zurück. Dann kannst du tun, was du willst.“

Der junge Mönch fasste den Entschluss und kehrte auf den Berg zurück. Er widmete sich dem Studium der Schriften und nach ein paar Wochen hatte er die Sutras perfekt gelernt. Als er die Wirtin wieder besuchte und die Sutras las, war sie beeindruckt: „Wunderbar, aber ich will nicht mit jemandem schlafen, der die Sutras gerade erst gelernt hat.“

Diese Worte schmerzten den Mönch. „Was soll ich tun?“ fragte er. Die Wirtin antwortete: „Übe drei Jahre lang streng. Wenn du das geschafft hast, werden wir uns wiedersehen.“

Der junge Mönch übte drei Jahre lang auf dem Berg. Schließlich, am Tag seiner Erfüllung, besuchte er die Wirtin erneut und hatte viele Sutras gelernt. Die Wirtin sagte: „Du bist jetzt ein gelehrter Mönch. Mach, was du willst.“

Der junge Mönch war voller Freude und legte sich mit der Wirtin ins Futon. Doch die Wirtin flüsterte: „Lass uns eine Weile so bleiben.“ Der Mönch nickte und fiel bald in einen tiefen Schlaf.

Da erschien die Wirtin ihm im Traum. „Tatsächlich bin ich nicht die Wirtin. Ich bin der leere Bodhisattva, den du jeden Tag verehrst. Du hast nicht nach dem Studium der Sutras gesucht, sondern nach einer Frau.“ Als der Mönch aufwachte, war er fassungslos und schämte sich für seine Unwissenheit und sagte: „Was für eine törichte Sache!“

Der reformierte Mönch kehrte in seine Hütte am Berg zurück und beschloss, sich nun umso ernsthafter dem buddhistischen Weg zu widmen.


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