Zusammenfassung
An einem Sommerabend gegen Ende der Edo-Zeit gingen zwei betrunkene Männer torkelnd auf einem Pfad. Unterwegs entdeckten sie in der Nähe eines Friedhofs etwas, das wie ein Reisbündel aussah.
"Was ist das? Sieht aus wie ein Reisbündel."
"Schau nach." sagte einer der Männer. Als der andere es öffnete, riefen beide:
"Das sind Kartoffeln!"
"Wer hat das hier so liegen gelassen? Sollten wir es zur Wache bringen?"
"Wer weiß. Vielleicht ein Geschenk vom Himmel. Lass uns das unter uns aufteilen."
"Einverstanden. Aber wir teilen es gleich auf."
Die beiden beschlossen, die Kartoffeln auf dem Friedhof zu teilen. Doch als sie das Bündel hoben, fielen zwei Kartoffeln herunter.
"Moment, ich hole sie."
"Mach dir keine Sorgen. Wir können sie beim Zurückgehen aufheben."
Im Mondschein setzten sie sich um das Bündel und einer nahm eine Kartoffel heraus. Eine legte er auf die Knie des anderen und die andere auf seine eigenen.
"Eine gehört dir, die andere mir."
Der andere legte ebenfalls eine Kartoffel hin.
"Eine gehört dir, die andere mir."
Die Menschen fürchten sich vor Geistern, aber sie lieben Gruselgeschichten. Besonders im Sommer sind Kabuki-Geschichten über Geister sehr beliebt.
Zu dieser Zeit hatte ein junger Händler gerade "Yotsuya Kaidan" gesehen. Es war gruselig gewesen, und in seinem Kopf schwirrten die Gedanken an Geister. Es war eine helle Mondnacht, aber es war schwül und es gab keinen Wind.
Als er an einem Grab vorbeiging, hatte er das Gefühl, eine unheimliche Stimme zu hören. Sie schien aus dem Grab zu kommen. Aber als er sich umsah, war niemand da. Dann hörte er die Stimme deutlicher.
"Eine gehört dir, die andere mir."
"Das muss ein Geist sein." Der Händler erschrak, drehte sich auf den Fersen um und rannte hastig weg. Besorgt stieß er auf einen Dorfbewohner.
"Am Grab zählt ein Geist die Leichname!" sagte er mit zitternder Stimme.
Der Dorfbewohner lachte darüber. "Träumst du? Es gibt keine Geister in dieser Welt."
Doch auch der Dorfbewohner wurde von Neugier getrieben und beschloss, dem Händler zu folgen. Als sie am Eingang des Friedhofs ankamen, strich ein kühler Wind über die beiden.
Der Dorfbewohner hatte ebenfalls das Gefühl, eine schwache Stimme zu hören.
"Eine gehört dir, die andere mir."
Als er sich umdrehte, zögerte der Händler, den Friedhof zu betreten. Rundherum dehnten sich die Schatten der Weiden und Grabsteine dunkel aus. Plötzlich erreichte die Stimme sie erneut viel deutlicher.
"Eine gehört dir, die andere mir. Am Eingang sind noch zwei."
Der Dorfbewohner fror es den Rücken herunter, und als er sich einmal umdrehte, sah er den Händler, der immer ängstlicher wurde. Die beiden konnten keinen Laut von sich geben und rannten hastig zurück nach Hause. Sie hatten das Gefühl, dass die Stimme sie verfolgte, und sie waren von Angst gepackt.
"Am Eingang sind noch zwei."


















































