Wiesel

2024/11/19

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Zusammenfassung

Es war einmal ein Hügel in Akasaka, Tokyo. In dieser Gegend war es nachts sehr still, und es wurde gesagt, dass die Mujina (was so viel wie „Zauberer“ oder „Dämon“ bedeutet) den vorbeigehenden Menschen Streiche spielten.

An einem Abend ging ein junger Mann diesen Hügel nach Hause. Plötzlich sah er in der Nähe des Grabens ein Mädchen, das sich gebückt hatte und laut weinte.

„Entschuldigung, Fräulein, was ist los? Warum weinen Sie hier?“ sprach der junge Mann sie an.

Das Mädchen war schlank und hatte einen sanften, niedlichen Eindruck. Sie trug ein schönes Kimono und hatte ihr Haar elegant frisiert. Allerdings hielt sie ihr Gesicht in die Ärmel des Kimonos verborgen und weinte weiter.

„Bitte, Fräulein, hören Sie auf zu weinen. Es ist gefährlich, hier allein zu sein“, setzte der junge Mann fort.

Endlich wandte das Mädchen ihr Gesicht zu ihm und senkte die Ärmel. In dem Moment, als sie ein „Uo“ ausstieß, war der junge Mann so erschrocken von ihrem Anblick, dass er sofort davonlief. Überraschenderweise hatte das Mädchen weder Augen noch Nase noch Mund.

Der junge Mann rannte verzweifelt weiter. In der Ferne sah er ein helles Licht. Es war das Licht einer Soba-Bude, die am Straßenrand aufgestellt war.

Der junge Mann hielt an, keuchend lief er zur Soba-Bude. „Oh, oh, bitte helfen Sie mir!“ schrie er.

Der Besitzer der Soba-Bude fragte besorgt: „Was ist los? Beruhigen Sie sich. Wurden Sie schlecht behandelt?“

„Nein, es ist nicht das! Ich habe etwas gesehen! Neben dem Graben war eine Frau... die Frau hatte, oh, es ist nicht zu beschreiben!“ sagte der junge Mann.

„Also, sahst du ein Gesicht wie dieses?“ fragte der Wirt und rieb sich sein Gesicht. In dem Moment erschien ein eiförmiges Gesicht, und gleichzeitig erlosch das Licht.

Es schien, als ob es die wahre Natur des Mädchens war, das ein Mujina war. Der junge Mann behielt dieses schreckliche Erlebnis in seinem Herzen und ging den ruhigen Nachtweg nach Hause.


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