Zusammenfassung
Es war einmal in einem Bergland, wo ein wohlhabender Mann in einem großen Herrenhaus lebte. In diesem Haus arbeiteten viele Dienstmädchen und Dienstboten, darunter ein junger Mann, der speziell für das Wasserholen in der Küche zuständig war. Jeden Tag ging er von morgens bis zum Abend zum nahegelegenen Fluss, füllte Eimer mit Wasser und trug sie mit einer Tragestange zurück zum Herrenhaus. Seine Technik war wirklich beeindruckend.
Eines Tages, auf dem Heimweg, bemerkte der junge Mann, dass aus einem Eimer Wasser auslief. „Oh? Das Wasser läuft aus,“ dachte er sich. Plötzlich hörte er ein Seufzen. „Wer ist da?“ fragte er, und als er sich umdrehte, war niemand da. Dann hörte er eine deutliche Stimme: „Das ist problematisch, was soll ich tun?“
„Wer bist du?“ fragte der junge Mann. „Es tut mir leid, ich bin es,“ antwortete überraschenderweise die Stimme aus dem Eimer. „Es tut mir leid. Wegen des Lecks habe ich keine Kraft mehr. Ich kann nicht mehr das Wasser halten.“
„Was willst du machen?“ fragte der junge Mann, und der Eimer antwortete mit einer weinerlichen Stimme: „Sieh dir meinen Bruder dort drüben an. Er ist voll Wasser und stolz darauf. Ich dagegen bin nutzlos. Das ist erbärmlich.“
„Mach dir keine Sorgen,“ ermutigte der junge Mann ihn. „Dank dir und deinen Brüdern kann ich das Wasser transportieren. Du hilfst mir mehr, als du denkst.“
Ein Monat verging. Auf dem Weg zum Fluss sagte der junge Mann zu dem lecken Eimer: „Sieh dir den Boden unter dir an, hat sich etwas verändert?“
Der Eimer antwortete überrascht: „Ja, da wachsen Blumen im Gestrüpp. Und Schmetterlinge fliegen über die Blumen!“
„Genau. Weil du immer Wasser verlierst, habe ich das genutzt, um Samen auf dem Bergweg zu säen,“ erklärte der junge Mann. „Letzten Herbst habe ich Blumensamen aus dem Garten des Herrenhauses gesammelt. Dank des Wassers, das du verteilt hast, ist der Boden feucht geworden.“
Der junge Mann fuhr fort: „Sieh dir das an! Gräser, Blumen und Schmetterlinge, all das hast du zum Leben erweckt. Sie sehen glücklich und voller Freude aus. Du magst ein lecken Eimer sein, aber gemeinsam haben wir diesen schönen Weg geschaffen. Du bist wunderbar.“
Der Eimer schaute sich um und seine Augen leuchteten vor Überraschung. „Wow! Das ist fantastisch! So schöne Komplimente habe ich noch nie gehört!“ freute sich der Eimer von ganzem Herzen. „Ich fühle mich voller Selbstvertrauen. Vielen Dank!“
So ermutigten sich der junge Mann und der Eimer gegenseitig und entdeckten großartige Ergebnisse. Ende.

















































