Tanabata

2024/11/19

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Zusammenfassung

Der Himmelskaiser hatte eine schöne Tochter. Ihr Name war Orihime. Orihime war talentiert im Weben, und die bunten Stoffe, die sie webte, waren so schön, dass sie alle in Erstaunen versetzten. Sie liebte es, jeden Tag zu weben.

Ihr Vater, der Kaiser, suchte einen geeigneten Partner für Orihime. Da fiel ihm ein schöner junger Hirte namens Hikoboshi auf. Für Orihime war Hikoboshi der erste großartige Mann, den sie je gesehen hatte, und für Hikoboshi war Orihime die ideale Frau. Die beiden verliebten sich sofort und begannen ein süßes Eheleben.

Doch bald vergaß Orihime das Weben und verlor das Interesse an ihrer Arbeit. Hikoboshi ging ebenfalls nicht mehr auf das Feld, und die Tage vergingen, ohne dass er seine Kühe fütterte. Der Kaiser, besorgt über diese Situation, ermahnte die beiden, doch sie ignorierten seine Worte. Schließlich wurde der Kaiser wütend und trennte die beiden durch den Fluss Amanogawa (Milchstraße). Der Fluss breitete sich immer weiter aus, und sie konnten weder den Anblick noch die Stimme des anderen hören.

Nach dieser himmlischen Strafe versuchte Orihime, wieder mit dem Weben zu beginnen, doch die Tränen flossen, und es gelang ihr nicht. Hikoboshi war ebenfalls geistig abwesend, ging nicht mehr auf das Feld, und die Kühe wurden mager und schwach.

Der Kaiser, besorgt über die Situation, stand eines Tages am Ufer des Amanogawa und sprach zu den weinenden beiden: „Meine Tochter, wenn du wieder webst, werde ich dich mit Hikoboshi vereinen.“ Orihime antwortete: „Ja, ich werde weben. Wenn ich Hikoboshi sehen kann, werde ich alles tun, was du verlangst.“

Dann sagte der Kaiser zu Hikoboshi: „Wenn du auf dem Feld arbeitest, werde ich dich mit Orihime vereinen.“ Hikoboshi antwortete: „Ich werde arbeiten. Wenn ich Orihime sehen kann, werde ich alles tun, was du verlangst.“

„In Ordnung. Dann trefft euch jedes Jahr in der Nacht des 7. Juli hier,“ sagte der Kaiser.

In dieser Nacht sahen sich Orihime und Hikoboshi am Ufer des Amanogawa an. Da kam eine Schar von Elstern und breitete ihre Flügel aus, um eine Brücke zu bilden. Die beiden trafen sich nach langer Zeit wieder. Wie glücklich musn die beiden gewesen sein, sich nach einem Jahr wiederzusehen!

So konnten sie sich nur einmal im Jahr treffen. Diese Geschichte stammt aus einer chinesischen Legende. In Japan wird das Tanabata-Fest in der Nacht des 7. Juli gefeiert, und besonders Kinder schreiben ihre Wünsche auf schmale Holzstreifen und binden sie an Bambuszweige, um sie zu schmücken. Die Tanabata-Feste in Sendai, Präfektur Miyagi, und Hiratsuka, Präfektur Kanagawa, sind sehr berühmt, und viele Menschen besuchen sie, um durch die belebten Straßen mit ihren bunten Dekorationen zu schlendern.


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