Zusammenfassung
Es war einmal ein reicher Mann, der in einem Dorf in der Nähe des Berges Haruna lebte. Er hatte eine sehr schöne Tochter, die er besonders liebte.
Eines Sommertages beschloss die Tochter, mit einigen ihrer Bediensteten zum Haruna-See zu gehen, um sich zu vergnügen. Der Berg Haruna ist ein Doppel-Vulkan in der Präfektur Gunma, der in der Vergangenheit mehrmals ausgebrochen ist. Der wunderschöne Kegel des Kraters wird Haruna-Fuji genannt, und der Haruna-See ist der Kratersee. In letzter Zeit ist er im Winter bei Anglern von Weißfischen beliebt.
Die Mädchen genossen die Aussicht auf die von tiefem Grün bedeckten schönen Berge und freuten sich über die verschiedenen Wildblumen. Von den umgebenden Bäumen waren die Stimmen der Zikaden zu hören, und da das Wetter schön war, entschieden sie sich auf Anraten der Bediensteten, in ein kleines Boot zu steigen.
Nachdem sie ins Boot gestiegen waren, begannen die Bediensteten zu rudern, während die Tochter ruhig in der Mitte des Bootes saß und das Vergnügen genoss. Doch plötzlich, als sich der Himmel mit schwarzen Wolken bedeckte, verwandelte sich der friedliche See in etwas Erschreckendes. Der Regen setzte ein, der Wind wurde stärker, und das Boot begann heftig zu schaukeln.
„Bleib ruhig. Es ist alles in Ordnung, lass uns zum Ufer zurückkehren!“, rief die Tochter. Die Bediensteten ruderten weiter, aber die Wellen wurden höher, und das Boot kam zum Stillstand. In diesem Moment wurde die Tochter von den Wellen verschlungen und verschwand im See.
Als der Sturm nachließ und der Himmel aufklarte, gelang es dem Boot, das Ufer zu erreichen, doch bedauerlicherweise war die Tochter nicht mehr da. Der reiche Mann erhielt sofort die Nachricht und bat die Dorfbewohner, seine Tochter zu suchen. Doch egal wie verzweifelt sie im See und seiner Umgebung suchten, sie konnten weder die Tochter noch ihre Kleidung finden.
Nach und nach verbreitete sich das Gerücht im Dorf, dass „die schöne Tochter von den Göttern des Sees ausgewählt wurde“. Die Eltern trauerten tief um den Tod ihrer Tochter, und die Bediensteten, die im Boot waren, litten unter Schuldgefühlen und sprangen nacheinander in den See. Als der reiche Mann davon erfuhr, fiel er in noch tiefere Trauer.
Die Dorfbewohner wollten der Bediensteten gedenken, aber auch ihre Leichen wurden nicht gefunden. So begannen die Dorfbewohner zu glauben, dass die Bediensteten sich in Krebse verwandelt hatten, um nach der Tochter zu suchen.
In der Folge wurde das trübe Wasser des Sees allmählich klarer, weil die Krebse den Müll, die toten Fische und die Blätter im See frassen. Die Menschen glaubten, dass die Krebse, die nach ihrem Meister suchten, den See reinigten. Schließlich wurden die Krebse im Haruna-See als „Bediensteten-Krebse“ bekannt.
Wenn Sie den Haruna-See besuchen, werden Sie von dem klaren, schönen Wasser beeindruckt sein. Heben Sie einige Steine im See an. Wahrscheinlich werden Sie Krebse finden. Es sieht so aus, als ob sie nach der verschwundenen schönen Tochter suchen würden.


















































