Zusammenfassung
Es war einmal ein alter Zen-Meister, der allein in einem verfallenen Tempel in der Mitte eines Berges lebte. Sein Alltag war einfach: Er bettelte um Almosen, hielt Gedenkfeiern ab und predigte manchmal für die Dorfbewohner. Zu Beginn jedes Monats kamen die Dorfbewohner, um seinen Predigten zu lauschen.
Eines Tages, während der Meister von seiner Betteltour nach Hause ging, fand er am Rand des Weges neben einem Teich etwas, das dort lag. Neugierig näherte er sich und entdeckte, dass es ein Fuchs war. Der Meister, der etwas Unsichtbares anstochern wollte, schlug mit einem Stock zu. Der Fuchs erschrak und lief fort. Der Meister bemerkte nicht, dass sein Handeln unbarmherzig gegenüber dem Fuchs war.
Am nächsten Tag, dem ersten des Monats, kamen die Dorfbewohner in den Tempel, um die Predigt des Meisters zu hören. In der Nähe des Teiches sagte einer der Dorfbewohner: „Der Fuchs versucht sich in etwas zu verwandeln.“ Die Dorfbewohner versteckten sich und beobachteten. Schließlich verwandelte sich das Fuchsfell in die Kleidung des Meisters, und der Fuchs nahm die Gestalt des Meisters an und machte sich auf den Weg zum Tempel. Die Dorfbewohner beschlossen hastig, „Wir dürfen nicht ausgetrickst werden, lasst uns den Fuchs fangen.“
Als sie im Tempel ankamen, saß der Meister bereits in der Haupthalle und wartete auf die Dorfbewohner. Sie umzingelten ihn und banden ihn mit Seilen und sagten: „Du bist doch der Fuchs.“ Der Meister war überrascht und rief verzweifelt: „Ich bin der Meister!“ Doch die Dorfbewohner glaubten ihm nicht. Sie zogen den Meister auf die Kiefernnadeln und versuchten, Feuer zu legen.
Der Meister konnte nicht verstehen, warum ihm so etwas widerfuhr, dachte aber: „Es könnte die Rache des Fuchses sein.“ Daraufhin beschlossen die Dorfbewohner zu warten, bis der Meister sich verwandelte. Der Meister fiel in Ohnmacht, aber die Dorfbewohner begannen besorgt zu sein, dass er vielleicht der echte Meister sein könnte. Sie schütteten Wasser über ihn, um ihm zu helfen.
Als der Meister seine Augen öffnete, sagten die Dorfbewohner entschuldigend: „Verzeih uns unsere Unhöflichkeit. Wir haben gesehen, wie der Fuchs sich in den Meister verwandelt hat und deshalb missverstanden.“ Der Meister erinnerte sich: „Gestern habe ich den Fuchs geschlagen. Das könnte die Rache sein.“
Der Meister bat die Dorfbewohner, dem Fuchs Öl anzubieten. „Wenn wir das tun, werden wir in Zukunft nicht mehr getäuscht werden,“ sagte er. Die Dorfbewohner hörten auf die Worte des Meisters und beschlossen, gemeinsam dem Fuchs ein Opfer zu bringen.


















































