Zusammenfassung
Es war einmal ein großes Fest im Schloss des Fürsten. Der Fürst hatte viele Gäste eingeladen, und sie aßen köstliche Speisen, tranken Wein und sangen und unterhielten sich fröhlich. Das Fest dauerte bis Mitternacht, und die Gäste begannen, müde zu werden.
Unter ihnen war die Gemahlin des Fürsten, die schwanger war. Schließlich konnte sie sich nicht mehr zurückhalten und ließ vor vielen Gästen einen Furz entweichen. Als der Fürst das hörte, wurde er sehr wütend und sagte: „Schamlos! So etwas in der Öffentlichkeit zu tun. Du bist nicht mehr meine Frau. Gehe sofort weg!“
Der Fürst ließ seine Gemahlin in ein kleines Boot setzen und sie ins Meer hinauswerfen. Einige Tage später kam die ohnmächtige Gemahlin an eine kleine Insel. Die Fischer der Insel fanden sie und freuten sich: „Sie atmet noch. Sie lebt!“ Sie sagten auch: „Sie ist schwanger.“ Die freundlichen Menschen der Insel kümmerten sich um sie und bauten ihr ein kleines Haus.
Bald darauf gebar sie in diesem Haus einen gesunden Jungen. Die Mutter war still, aber der Junge war sehr lebhaft und spielte mit den Kindern der Insel.
Eines Tages, als der Junge zwölf Jahre alt war, fragte er seine Mutter: „Alle haben Väter, aber warum habe ich keinen?“ Die Mutter erzählte ihm die ganze Geschichte. „Tatsächlich bist du das Kind des Fürsten. Als ich schwanger war, ließ ich vor einer Menschenmenge einen Furz entweichen, und deshalb kamen wir auf diese Insel.“
Der Junge beschloss, gegen den Willen seiner Mutter seinen Vater zu treffen. Am nächsten Morgen machte er sich auf den Weg. Drei Tage und Nächte ruderte er.
Schließlich erblickte er auf einem Berg ein großes Schloss. Als er aus dem Boot stieg, fand er eine wunderschöne Kamellienblüte und nahm einen Zweig der Kamille mit auf den Weg zum Schloss.
„Will jemand eine goldene Kamille? Will jemand eine goldene Kamille?“ rief er und ging um das Schloss herum.
Der Fürst hörte diese Stimme und befahl seinen Samurais: „Was? Eine goldene Kamille? Bring das Kind sofort zu mir!“ Bald darauf wurde der Junge vor den Fürsten gebracht.
Der Fürst sah den schmutzigen Jungen und den gewöhnlichen Kamillenzweig und sagte: „Lüge nicht. Das ist keine goldene Kamille. Bereite dich vor!“
Der Junge starrte den Gesicht seines Vaters an und sagte: „Diese Kamille blüht gold, wenn jemand, der noch nie gefurzt hat, sie pflanzt.“ Der Fürst verneinte laut: „So jemand kann es nicht geben!“
Der Junge entgegnete: „Wenn das so ist, warum hast du dann meine Mutter ins Exil geschickt?“
Der Fürst war überrascht und sagte: „Bist du mein Sohn? Es tut mir leid. Damals war ich dumm. Bitte vergib mir.“
Der Fürst entschuldigte sich bei seinem Sohn und holte die Mutter ins Schloss zurück. Danach lebten der Sohn, der Vater und die Mutter glücklich zusammen. Und sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage.


















































