Zusammenfassung
Reinhold Stern war ein schüchterner Junge, der eine Highschool am Stadtrand von Tokio besuchte. Sein Herz war erfüllt von einer zarten, einseitigen Liebe zu dem Schulidol Magdalena Müller, und er träumte tagtäglich von kleinen Wundern. An einem Valentinstag geschah etwas Merkwürdiges: Ein Stück Schokolade von Magdalena Müller fand seinen Weg in sein Schuhfach. Zunächst hielt er es für einen bloßen Irrtum, doch tief in seinem Inneren flackerte ein Licht der Hoffnung.
In jener Nacht machte sein Freund Manfred Becker, der Sohn eines Bestattungsunternehmers und stets ein wenig eigenartig, einen unerwarteten Vorschlag: "Was hältst du davon, so zu tun, als ob du tot wärst, um Magdalenas wahre Gefühle zu testen?" Trotz anfänglicher Verwirrung ließ er sich von Freundschaft und seinen zarten Gefühlen leiten. Mit der Unterstützung seiner Mitschüler inszenierte er eine Beerdigung, die einer echten Zeremonie glich. Er legte sich in einen gefälschten Sarg und wartete in der Dunkelheit der Nacht, begleitet vom Klagelied seiner im Klassenzimmer versammelten Klassenkameraden.
Während der Zeremonie trat Magdalena Müller leise hervor. Unter Zurückhalten ihrer Tränen flüsterte sie: "Ich habe immer auf deinen Tod gewartet." In ihren Worten lag nicht nur schlichte Traurigkeit, sondern auch der Hauch einer kalt berechneten Verrücktheit. Anhand geheimer Aufnahmen erkannte Reinhold die unheimliche Besessenheit in Magdalenas Blick – eine Liebe, die darauf abzielte, ihn als Lebenden zu verlieren, um ihn zu ihrem ewigen Besitz zu machen.
Allmählich kam die Wahrheit ans Licht. Magdalenas wahre Gesinnung war weniger von reiner Zuneigung zu Reinhold geprägt, als vielmehr von einer besessenen Fantasie, durch sein Verschwinden ein ideales, ewiges Selbst zu erschaffen. Inmitten von Schock und Verrat brach Reinhold den Trug der inszenierten Beerdigung und entschied sich fürs Leben, doch sein Herz konnte den bleibenden Spuren dieser seltsamen Liebe nicht entkommen. Gefangen im Spannungsfeld zwischen Leben und Tod wurde sein Schicksal zu einem niemals endenden Fluch, der ihn weiter quälte.

















































