Zusammenfassung
Die Geschichte des gefühllosen Statuenbuddhisten
In einem kleinen, abgelegenen Dorf lebte einst ein alter Mann namens Herr Trotz. Er war bekannt für seine unerschütterliche Gelassenheit und seinen unempfindlichen Charakter. Die Dorfbewohner sagten oft im Scherz: „Er ist wie ein steinerner Jizō, selbst wenn die schlimmsten Dinge um ihn herum geschehen, bleibt er unberührt.“ Tatsächlich schien Herr Trotz von nichts bewegt zu werden, selbst als der Frost die Ernte brachte und die dunklen Wolken über dem Dorf schwebten.
Eines düsteren Abends verschwand ein Kind aus dem Dorf. Entsetzt begannen die Dorfbewohner zu suchen, doch je lauter sie riefen, desto weniger schien Herr Trotz sich um die Lage zu kümmern. Die Panik breitete sich aus, und die Schreie der Mütter hallten durch die Straßen. Doch Herr Trotz saß ruhig in seinem Garten, die Augen geschlossen, als ob er in einer tiefen Meditation verweilte. Einige Frauen kamen zu ihm und baten ihn, zu helfen, doch seine Antwort war nur ein kurzes „Ich spüre nichts.“
Die Tage vergingen, die Suche blieb erfolglos, und das Dorf versank in Trauer. In der Stille der Nacht erschien eine unheimliche Gestalt, die aus dem Schatten trat. Es war die Seele des verschwundenen Kindes, die verzweifelt nach Hilfe rief. Sie näherte sich Herr Trotz, aber auch er konnte das Verzweifeln des Geistes nicht wahrnehmen. „Wach auf, hilf mir!“ schrie die Erscheinung, aber der alte Mann blieb stumm. Er war wie ein Stein, fest und eiskalt.
Schließlich verloren die Dorfbewohner die Hoffnung, und die Legende über den unberührbaren Herr Trotz verbreitete sich weit und breit. Doch in der Dunkelheit, in der die Einsamkeit des alten Mannes wuchs, wurde er von den Geistern derer heimgesucht, die er nicht fühlte. Eines Nachts fand ihn eine Gruppe von Dorfbewohnern, die in eine unheimliche Stille gehüllt war. Es schien, als ob die Dunkelheit ihn verschlungen hätte. Von diesem Tag an sprach niemand mehr von Herr Trotz, dem gefühllosen Mann. Sein stummes Schicksal wurde zur warnenden Geschichte für alle, dass man immer fühlen sollte, um das Licht der Menschlichkeit nicht zu verlieren.














