Zusammenfassung
Es war einmal ein reicher Kaufmann namens Herr Gottschalk, der in einer prunkvollen Villa am Rande der Stadt lebte. Trotz seiner unermesslichen Reichtümer war Herr Gottschalk berüchtigt für seine Geizigkeit. Er zählte ständig sein Geld und schloss sich in seinem großen Anwesen ein, während die Menschen in der Stadt hungerten und ihn um Hilfe baten. Er trat oft mit einem schimpfenden Gesicht auf, als ob jeder um ihn herum nur darauf aus war, ihm etwas abzunehmen.
Eines Tages, während er in seinem Garten saß und seinen Kaffeetassen über die Reste seines Goldes nachdachte, bemerkte er einen kleinen Jungen, der um das Gartentor herum schlich. Der Junge schaute sehnsüchtig zu dem prächtigen Obstbaum in der Mitte des Gartens. Herr Gottschalk, der nicht einmal daran dachte, den Jungen emotional zu unterstützen, rief ihm zu: „Was willst du hier, Bursche? Du hast nichts!“
Der kleine Junge antwortete mutig: „Ich will mir nur die Äpfel ansehen, die so schön glänzen! Sie sehen köstlich aus!“ Herr Gottschalk wurde wütend. „Sieh dir meine Äpfel nicht an! Sie gehören mir, und ich teile sie mit niemandem!“ Mit diesen Worten stampfte er ins Haus zurück, ohne zu bemerken, dass der Junge seinen Blick nicht von den Äpfeln abwenden konnte.
Ein paar Tage später stürmte ein Sturm über die Stadt und verwüstete den Garten von Herr Gottschalk. Der prächtige Baum, der mit seinen funkelnden Äpfeln prahlte, war umgestürzt und die Früchte lagen verloren im Matsch. Während er voller Wut beobachtete, wie sein kostbarer Besitz zerstört wurde, erinnerte er sich an die Worte des kleinen Jungen. Vielleicht wäre es besser gewesen, hin und wieder zu teilen, anstatt sich in seiner Gier zu verlieren. Schließlich, so dachte er, kann man wie der reiche Mann oder wie die Asche, die sich nur häuft, enden. In diesem Moment begann er zu überlegen, ob er nicht besser daran tun würde, sein Herz zu öffnen.












