Zusammenfassung
Der hungrige Wanderer
Es war einmal ein Wanderer, der tief in den dunklen Wäldern der alten Berge unterwegs war. Die Dämmerung brach herein, und sein Magen knurrte laut vor Hunger. Er hatte den ganzen Tag nichts gegessen und begann, die umgebenden Bäume und Sträucher nach essbaren Früchten oder Wurzeln abzusuchen. Doch alles, was er fand, war ungenießbar und verdorben.
Plötzlich entdeckte er eine verfallene Hütte zwischen den Bäumen. Das Dach war morsch, und die Fenster waren mit Gestrüpp und Staub bedeckt. Trotz seiner Skepsis riecht es aus der Hütte nach etwas, das seinem hungrigen Magen das Wasser im Mund zusammenlaufen ließ. Er näherte sich vorsichtig und bemerkte einen alten, verrosteten Topf, der über einem schwachen Feuer hing.
Als er die Tür öffnete, wurde er von einem schaurigen Anblick begrüßt. Im Topf kochte eine merkwürdige, grüne Flüssigkeit, und der Duft war sowohl verlockend als auch abstoßend. Sein Hunger war so groß, dass er die Gefahr ignorierte. Er schöpfte eine Portion in eine selbstgemachte Schüssel und begann, die stinkende Suppe zu essen. Je mehr er aß, desto mehr verspürte er eine unheimliche Zufriedenheit, während sich die Dunkelheit um ihn herum verdichtete.
Plötzlich hörte er ein leises Flüstern hinter sich. Er drehte sich um und sah die Schatten von alten, hungrigen Geistern, die aus den Wänden der Hütte traten. "Wir waren einmal wie du", sagten sie mit krächzenden Stimmen. "Wir haben uns von der Verlockung der machtvollen Speise verführen lassen. Nun sind wir für immer gefangen." Der Wanderer erkannte, dass sein leerer Magen ihn in die Falle gelockt hatte, und dass es kein Entkommen mehr gab. Sein letzte Bissen blieb im Hals stecken, und er wurde Teil der düsteren Geschichte der Hütte.



