Zusammenfassung
Octavia E. Butlers 'Kindred - Das Herbeirufen der Bande' erzählt die Geschichte von Dana Onary, einer afroamerikanischen Schriftstellerin im modernen Amerika, die plötzlich durch eine mysteriöse Kraft ins frühe 19. Jahrhundert in den Bundesstaat Maryland zurückversetzt wird. Dort lebt sie in einer harten Zeit, die eng mit ihrer Familiengeschichte verbunden ist, und wird in das Leben ihres Vorfahren, des jungen weißen Mannes Lewis Weyland, und der ihm dienenden schwarzen Sklaven verwickelt. Dana kämpft darum, ihre moderne Identität und Wissen zu bewahren, während sie unter dem strengen Sklavensystem überlebt. Dabei erkennt sie, dass sie auf eine unmögliche und gefährliche Kausalität angewiesen ist, indem sie immer wieder Leons Leben rettet, um ihre eigene Existenz in der Zukunft zu sichern. Ihre Reise ist nicht nur eine Zeitreise, sondern auch eine psychologische Erforschung ihrer Identität und der Familiengeschichte, in der sie sich mit Rassismus, Machtstrukturen sowie freiem Willen und Schicksal auseinandersetzt. Butler zeichnet mit feinen Details Danas innere Welt und die Ängste, Hoffnungen und Verzweiflungen, die sie erlebt, lebhaft nach. 'Kindred' verbindet Vergangenheit und Gegenwart durch eine mysteriöse Bindung und lässt den Leser die tiefe Menschlichkeit und das Gewicht der Geschichte spüren. Durch Danas Kampf und Wachstum werden die Stärke und Zerbrechlichkeit des Menschen sowie die Auswirkungen der Geschichte auf das Leben des Einzelnen verdeutlicht.
























