Zusammenfassung
Eines Tages traf der Wolf, der durch den Wald ging, auf einen großen Hund. Dieser Hund war als Wachhund für Viehzeug gehalten und wirkte stolz und kräftig.
Der Wolf sah den Hund an und sagte selbstbewusst: „Du hast wirklich einen prächtigen Körper! Wie kommt es, dass du so dick bist?“
Der Hund grinste und antwortete: „Ich bekomme jeden Tag Futter von meinem Herrchen und lebe in Sicherheit. Ich muss nicht jagen wie du, deshalb kann ich so fett werden.“
Der Wolf war an dem Leben des Hundes interessiert. „Das ist wunderbar! Ich möchte auch ein so angenehmes Leben wie du führen.“
Da schlug der Hund lachend vor: „Nun, dann kannst du bei mir und meinem Herrchen leben. Aber dafür würdest du deine Freiheit verlieren, stört dich das?“
Der Wolf dachte nach. Er starrte auf den Halsband des Hundes und kämpfte innerlich mit seinen Gedanken. „Es ist hart, die Freiheit zu verlieren, aber in Sicherheit leben zu können ist auch verlockend.“
Doch dann erinnerte sich der Wolf daran, wie wichtig ihm seine Freiheit und der Überlebensinstinkt waren. Schließlich antwortete er entschieden: „Ich bin mit meinem jetzigen Leben nicht zufrieden, aber ich kann meine Freiheit nicht aufgeben. Ich kann nicht in einer Lüge leben.“
So kehrte der Wolf zurück in den Wald und entschied sich, seinen eigenen Weg zu gehen.
Lehre
Diese Geschichte lehrt uns, dass es wichtig ist, das zu erkennen, was wirklich wichtig ist, wenn man Freiheit und Sicherheit gegeneinander abwägen muss. Der Wolf bewunderte das bequeme Leben des großen Hundes, entschied sich aber letztendlich dafür, seine Freiheit zu wählen. Diese Fabel zeigt, dass es entscheidend ist, nicht nur nach Bequemlichkeit zu streben, sondern auch die eigenen Werte und Lebensweise zu schätzen.


















